Erfahrungen der Bundesnetzagentur und der Polizei zeigen, dass funkstörer kaufen immer wieder bei Straftaten zum Einsatz kommen. Es gibt Täterbanden, die Ladendiebstahl mit Hilfe von Störsendern verüben, indem sie Diebstahlsicherungsanlagen überwinden“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur und ergänzt: „Im vergangenen Jahr wurden auch vermehrt Autoschlösser mit Störsendern manipuliert, um Gegenstände aus dem Fahrzeug zu stehlen.“

Die Bundesnetzagentur konnte dem Beschuldigten im Rahmen einer Durchsuchungsmaßnahme nachweisen, rund 60 selbstgebaute Störsender über das Internet verkauft zu haben und hat entsprechende Geräte sichergestellt. Sie hat dem Beschuldigten den Vertrieb untersagt und prüft die Einleitung eines Bußgeldverfahrens.

Die Bundesnetzagentur führt seit 2006 auf unterschiedlichen Verkaufsplattformen Recherchen durch, um illegale Störsender ausfindig zu machen. Hierbei handelt es sich um Geräte, die verschiedene Funkbereiche stören können wie z. B. Mobilfunk, GPS, WLAN oder Alarmsysteme.

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Wenn der illegale handyblocker Verkauf eines Störsenders aufgedeckt wird, geht die Bundesnetzagentur gegen den Verkäufer vor. Dies kann mittels einer richterlich angeordneten Durchsuchung sein und die Sperrung der Angebote auf der Internetplattform nach sich ziehen.

Der Vertrieb und Betrieb von Störsendern durch Privatpersonen oder Unternehmen ist in ganz Europa und auch in den USA und Japan nicht gestattet. Marktteilnehmer, die dennoch Störsender in den Verkehr bringen, handeln in Deutschland ordnungswidrig und können mit Bußgeldern bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden.

Auf den Verkäufer sei man bei der Überwachung der einschlägigen Marktplätze im Internet aufmerksam geworden, teilte die Bundesnetzagentur mit. Durch die bei der Razzia aufgefundenen Beweismittel könne man dem Beschuldigten den Verkauf von rund 60 Störsendern nachweisen. Diese stammten Störsender sogar aus eigener Produktion. Mehrere Geräte konnten demnach außerdem sichergestellt werden.

"Erfahrungen der Bundesnetzagentur und der Polizei zeigen, dass Störsender immer wieder bei Straftaten zum Einsatz kommen. Es gibt Täterbanden, die Ladendiebstahl mit Hilfe von Störsendern verüben, indem sie Diebstahlsicherungsanlagen überwinden", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Im vergangenen Jahr wurden auch vermehrt Autoschlösser mit Störsendern manipuliert, um Gegenstände aus dem Fahrzeug zu stehlen.

Super, so etwas wollen Sie haben? Das ist nicht so einfach. Hierzulande und auch in zahlreichen anderen Staaten, unter anderem in der gesamten EU, sind Handy-Störsender im Betrieb von Privatpersonen verboten. Das liegt unter anderem daran, dass Handy Störsender nicht nur den privaten Funkverkehr unterbinden, sondern auch den Funk von Polizei, Feuerwehr und anderen wichtigen Institutionen. Außerdem könnten keine Notrufe mehr abgeschickt werden.

Theoretisch könnte man die Handystörsender zwar im Ausland erstehen, allerdings ist die Einfuhr solcher Geräte ebenfalls verboten und wird streng kontrolliert. Zuwiderhandlungen werden mit hohen Geldbußen und Beschlagnahmung der Geräte geahndet.

Potenzielle Interessenten für Handy-Störsender finden sich viele. Überall dort, wo das Nutzen von Handys unerwünscht ist, würden sich ohne das Verbot wohl schnell solche Störsender etablieren: Schulen, Kirchen, Kinos und Theater, aber auch einige Firmen und Arbeitgeber würden wohl gerne auf Handy-Störsender zurückgreifen. Geschäfte könnten verhindern, dass Kunden noch vor Ort im Laden Online-Preisvergleiche durchführen.
bluetooth jammer im Dienste der Kriminalität

Ebenfalls beliebt sind Handy-Störsender in Verbindung mit Verbrechen. Störsender unterbrechen nicht nur die Verbindung zum Handynetz und verhindern damit das Absetzen eines Notrufes, sondern stören auch Funkverbindungen und kabellose Alarmanlagen. Verbrecher können sich dies zu Nutze machen und so beispielsweise Geldtransporter oder alarmgesicherte Gebäude einfacher angreifen.

Vermutlich werden auch Flugzeuge künftig unterteilt sein in Telefonbereiche und handyfreie Zonen. Was das bedeutet, kennt man bereits von der Bahn. Dort dürfen Reisende zwischen Abteilen in Handyzonen und Ruhezonen wählen – zumindest, wenn der Zug nicht bereits so voll ist, dass man glücklich sein muss, überhaupt irgendwo sitzen zu können.

Das Prinzip ist eigentlich einfach: In der Handyzone ist der Empfang für Mobiltelefone verstärkt, in der Ruhezone nicht. Nun hat die Bahn auch noch angekündigt, den Mobilfunkempfang im ICE weiter zu verstärken. Die Ruhezonen sollen davon weiterhin verschont bleiben. Dort weisen kleine Symbole mobilfunk storsender darauf hin, dass Telefonate unerwünscht sind: Strichmännchen, die sich verschwörerisch einen Finger vor den Mund halten. Allerdings scheint regelmäßig mindestens eine Person im Großraumwagen diese Schilder nicht zu sehen und beginnt lautstark zu telefonieren.

Da der Handy-Empfang in den Ruhezonen des ICE nicht verstärkt wird, bricht das Gespräch dann gerne mitten im Gespräch ab, wenn der Zug durch ein unterversorgtes Gebiet fährt. Den darauffolgenden Monolog kann jeder im Zug dann schon auswendig mitsprechen: „Hallo? Hallo? Bist du noch dran? Ich glaube, der Empfang ist gerade schlecht, ich rufe dich gleich noch einmal an!“ Und dann geht es von vorne los. In der Ruhezone ist es so mitunter schlimmer als im Telefonabteil.

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